Workslop? Lass dir von AI nicht das Hirn vollmüllen! Talk mit Jan Filipzik
Shownotes
Warum KI die Produktivität von Wissensarbeiter:innen grundlegend verändert Die neue Grenze der Produktivität: unsere geistige Verarbeitungskapazität Was Workslop bedeutet und warum KI-generierte Inhalte zusätzliche Arbeit verursachen können Warum auch hochwertige KI-Ergebnisse zur Überforderung beitragen können Wie KI die Arbeitsbelastung in Unternehmen, Behörden und kreativen Berufen verändert Weshalb mehr Output nicht automatisch bessere Arbeit bedeutet Warum wir eine neue Etikette für den Umgang mit KI-generierten Arbeitsergebnissen brauchen Kreativität und KI: Warum eigene Gedanken und ein persönliches Gespür unverzichtbar bleiben Was verloren gehen kann, wenn wir das Lesen, Denken und Schreiben vollständig an KI auslagern Warum bewusste Phasen ohne KI unsere kreativen Fähigkeiten stärken können Wie wir die durch KI gewonnene Zeit sinnvoller nutzen können Warum auch Kolleg:innen von einem bewussteren Umgang mit KI profitieren Monday Takeaway: KI gezielt einsetzen, statt einfach immer mehr zu produzieren
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00:00:00: Ich bin so genervt, da hat mir ein Kollege hunderte Seiten KI-Recherche geschickt.
00:00:04: Jetzt muss ich mir das alles durchlesen!
00:00:06: So kann's doch nicht gehen... Aber wie es gehen kann?
00:00:10: Darüber sprechen wir heute.
00:00:15: Herzlich willkommen zu Make My Monday dem Kreativ Podcast von Fogdarms.
00:00:20: Ich bin Christoph Erwerth
00:00:22: Chief Creative Officer und euer Haus und starte mit einer neuen Inspiration.
00:00:26: wie jede Woche.
00:00:27: also holt euch einen Kaffee oder einen Tee dann steigen wir ein.
00:00:44: neue Woche, neue
00:00:45: Folge
00:00:45: und heute sprechen wir über Workslop.
00:00:49: Workslopp ist ein neues Phänomen
00:00:52: das sich
00:00:52: sozusagen Leute auf der Arbeit gegenseitig zu scheißen mit KI-Inhalten und sich gegenseits damit total blockieren.
00:01:01: denn es ist ja so durch KI sind wir endlos produktiv aber unsere Köpfe sind das Bottleneck.
00:01:08: da passt gar nicht so viel durch wie man eigentlich durchkriegen will.
00:01:13: Das ist mir auch passiert und lustigerweise bin ich genau zu diesem Zeitpunkt, bevor ich mich aufgeregt habe.
00:01:20: Habe ich diesen tollen Post von Jan Philippzig gesehen der sich genau zu dem Thema Gedanken gemacht hat Und deswegen sprechen wir in diesem Podcast jetzt mit Jan Philippsig.
00:01:31: Der hat sich da nämlich schon seine Gedanken gemacht.
00:01:34: Herzlich willkommen Jan!
00:01:40: Dann ganz vielen lieben Dank dass ich nochmal da sein darf hier bei dir im Studio und in der Sendung.
00:01:45: Fantastisch!
00:01:46: Immer wieder ein sehr gerne gehörter Gast für uns, Jan Philippsik.
00:01:51: Ja und dieses Thema was mir so aufgefallen und aufgestoßen ist mit dem hast du dich schon länger beschäftigt und das ist großartig jetzt mit dir dazu zu sprechen.
00:02:03: wie bist Du auf das Thema gekommen?
00:02:06: Das war tatsächlich... mehr ein Zufall, ich war beim Neostarmat auf der Bühne und durfte dort mit anderen Menschen zusammen über das Thema KI sprechen.
00:02:15: Und darüber was es auch gerade für junge Menschen verändert und wie sich die Anforderungen in der Arbeitswelt verändern.
00:02:20: Da ist mir dann tatsächlich genau dieser Widerspruch irgendwann wirklich so beinreden live auf der bühne total bewusst geworden und aufgefallen dass ich gemerkt habe so hey wir können mittlerweile wahnsinnig viel und je nach Job gefühlt unbegrenzt Output produzieren, aber das muss ja alles irgendwie durch unseren Kopf durch.
00:02:41: Und dass da irgendwie so ein ganz fundamentaler Widerspruch war, war mir dann relativ schnell klar und dann habe ich mich halt damit noch weiter auseinandergesetzt – und da gibt es ja auch wirklich spannende Studien zu!
00:02:51: Es ist für mich ein total interessantes Thema, wo ich das Gefühl hab, dass da aktuell viel zu wenig drüber gesprochen wird und dass das auch viel zu wenige Beachtungen findet und deswegen finde ich das total toll, dass wir heute einmal darüber sprechen können.
00:03:04: Ja, und ich war so erleichtert das gelesen zu haben.
00:03:07: Aber vielleicht holen wir dann nochmal ein bisschen weiter aus?
00:03:11: Vielleicht dass du mal diese Situation beschreibst von der modernen Wissensarbeiterin... Was passiert wenn ich mit so viel AI arbeite?
00:03:23: Okay!
00:03:24: Dann kann es sein da sich jetzt wirklich ein bisschen ausholen und trotzdem bemühe ich mich das kurz und unterhaltsam zu machen.
00:03:31: Grundsätzlich ist es halt so, dass du inzwischen mit KI nah zu unbegrenzt viel Output produzieren kannst.
00:03:38: Also du kannst, sagen wir mal vorher hast du in deiner Arbeitszeit in deinen vierzig Stunden die Woche hast du jetzt ich sag mir einfach um eine Richtgröße haben dann hast du zwanzig Seiten produziert und das war so was du pro Woche halt geschafft hast.
00:03:54: Das war auch in Ordnung.
00:03:55: Jetzt würdest du ja quasi mit KI nicht mehr pro Woche zwanzig Seiten produzieren können, sondern du kannst theoretisch nah zu unbegrenzt viele Seiten produziert.
00:04:05: Es kommt letztlich eigentlich nur auf die Menge an Geld ein, die du investierst und wo du dann halt einfach Token oder Credits kaufst oder Accounts hast.
00:04:12: aber die Output-Meng ist quasi nahezu unendlich groß.
00:04:17: Gleichzeitig ist damit klar, dass diese limitierende Ressource am Ende.
00:04:21: Früher war das tatsächlich unsere Arbeitszeit und das ist in ganz vielen Berufen immer noch so wenn du irgendwo an der Kasse sitzt, du kannst irgendwann die Produkte nicht mehr schneller scanen und du kannst nicht mehr schnellere Regale einräumen oder so.
00:04:31: Oder du kannst auch einen Tisch nicht schneller zusammenbauen oder so, da gibt es Grenzen, die gibt's immer noch.
00:04:37: Und in unserem Job also alles was irgendwie mit dem Computer zu tun hat sich diese Grenze komplett aufgelöst.
00:04:44: Diese Grenze, dass man sagt ich kann in der Zeit gar nicht mehr schaffen.
00:04:48: Das liegt jetzt gar nicht daran wie schnell ich tippen kann oder wie schnell was lesen kann sondern das gibt diese Grenze gibt es nicht mehr.
00:04:55: und gleichzeitig gibt's aber eine neue Grenze und die Grenzen sind eigentlich wir selbst also das was unser Kopf einfach leisten kann weil egal wie viel ich produziere und das muss gar nicht dieser berühmte Workslop sein super gutes Zeug sein das kann richtig Qualität haben das kann top sein Entweder ich muss mich damit hier auseinandersetzen oder meine Kollegin oder mein Kollege muss sich damit auseinander setzen.
00:05:18: Das heißt, das muss alles durch meinen Kopf und... Ich glaube was wir zunehmend verstehen ist dass einfach die limitierende Ressource gar nicht mehr die Menge an Arbeit, an Output ist, die ich irgendwie generieren kann sondern die limitierte Ressourse ist inzwischen unser Kopf geworden!
00:05:33: Und das finde ich ein super spannendes Thema.
00:05:35: Ja, das ist total spannend.
00:05:36: vielleicht können wir den Begriff Workslop nochmal bisschen definieren?
00:05:40: Was ist es genau
00:05:42: Workslop ist quasi das Arbeitspondant zum KI-Slopp.
00:05:46: Also wenn der Kollege oder die Kollegin sagt, ich habe da mal schnell was gemacht, dann sollte man schon ein bisschen heller riskieren.
00:05:55: Du kannst ja wirklich, gehst du mal eben irgendwie zu GPPT oder Kooperheiliten sagst hier mach doch mal kurz produzier mir mal ein Paper und so... Die Gefahr ist halt groß, gerade wenn man das mal schnell macht und da selber vielleicht nicht so im Thema drin ist oder sich auch nicht die Zeit nimmt dann nochmal drüber zu schauen.
00:06:11: Dass das vielleicht auf den ersten Blick wahnsinnig relevant aussieht und ganz viel auch Inhalt ist, viele Seiten, viele Folien, viele Texte.
00:06:21: aber wenn man wirklich hinschaut kommt man an dem Punkt dass man merkt so richtig gehaltvoll ist das nicht und es produziert und das ist das Problem beim Workslop, es produzieren auf der Gegenseite entsprechend viel Arbeit.
00:06:32: Dann gibt es auch Studien dazu, das ist in Amerika untersucht worden dass teilweise je nach Branche die Arbeiter oder mit der ja die Angestellten teilweise bis zu acht Stunden die Woche damit beschäftigt sind diesen Workslop überhaupt wieder aufzuräumen.
00:06:47: also da heißt es sehr auch an der Tätigkeit diese vorher nicht hatten.
00:06:49: wo dann irgendwer mal schnell was gemacht hat müssen sie inzwischen acht Stunden aufwenden um das in den Griff zu bekommen und das muss es gar nicht sein.
00:06:58: also selbst wenn Gute Sachen sind, die ich da produziere.
00:07:02: Ist das ja trotzdem ein Problem?
00:07:05: Absolut!
00:07:06: Und da fällt mir so eine Geschichte ein von so einem Promi-Anwalt früher der um Leute einzuschüchtern ihn irgendwie hundert Seiten Fax geschickt hat.
00:07:15: Jetzt müssen wir für alle Jüngeren nochmal erklären was ein Faxgerät ist.
00:07:19: Da konnte man sozusagen etwas verschicken einen Papier schicken was auf der anderen Seite am anderen Ende der Stadt rausgekommen Und der Anwalt hat dann einfach hunderte Seiten gefaxt.
00:07:31: und das ist ja auch schon was Bedrohliches, dass du einfach so zugemüllt wirst mit Sachen, mit Content die du dir erst mal angucken musst.
00:07:42: Total und das siehst du ja auch in ganz vielen anderen Branchen, also Anwälte, Steuerbehörden überall da wo man Widerspruch einreichen kann.
00:07:51: Und da ist inzwischen es auch ein bisschen witzig.
00:07:53: Es ist schon weil dann ein Stück weit auch einen Ungleichgewicht entstanden ist.
00:07:56: Weil viele Privatpersonen die können, die nutzen halt LGBT, machen das halt einfach und produzieren da seitenweise Content- und Widerspruchsverfahren und alles Mögliche und Einsprüche.
00:08:12: auch zu Recht und aus Datenschutzgründen extrem limitiert.
00:08:15: Das heißt, da sitzen viele Orts wirklich noch die Menschen, die aber dann einfach dieser Menge an Informationen, an Content überhaupt nicht mehr her werden.
00:08:22: Und das hast du im wissenschaftlichen Bereich hast so dass das viele Institute sagen okay wir nehmen nur noch eine begrenzte Anzahl überhaupt an Papern an weil wird es überhaupt gar nicht mehr hinbekommen die Masse zu sichten und damit irgendwie ansatzweise adäquat vor allen Dingen umzugehen?
00:08:40: ein Problem.
00:08:41: und gleichzeitig ist es, glaube ich wirklich was.
00:08:44: Und dann sind wir wieder bei diesem Punkt, was mit jedem einzelnen?
00:08:47: was macht wenn nicht mir vorstelle ich sitze in der Behörde und Ich habe vorher meine Arbeit irgendwie gut geschafft.
00:08:52: uns war viel zu tun und plötzlich hat sich das aber irgendwie zwar drei oder fast vier fact weil die leute plötzlich mit k i richtig professionelle top gemachte Wie schreiten geschicken dann hab ich da ein echtes problem.
00:09:06: ja Das heißt, wir brauchen da eigentlich so eine neue Etikette.
00:09:10: Also du hast ja eben auch gesagt das muss ja nicht schlecht sein was man geschickt bekommt es kann ja wirklich top Qualität sein.
00:09:18: trotzdem verlangt es einiges ab das zu lesen und zu sichten und damit klarzukommen.
00:09:25: Ich glaube halt.
00:09:26: also nehmen wir mal einen Journalisten als Beispiel wenn.
00:09:29: der hat früher Themen recherchiert er braucht einfach wahnsinnig viel Zeit sich sehr auf KI verlässt.
00:09:38: Dann könnte er, also sagen wir mal früher hat der vielleicht so wirklich einen sehr qualitativ wertvollen gehaltvollen Beitrag pro Woche geschrieben jetzt wenn er sämtliche KI-Möglichkeiten nutzt und sich vielleicht so auf den einen oder anderen blinden Fleck gönnt dann kann er pro Woche hunderte von diesen Texten einfach produzieren.
00:09:57: Das Problem ist aber, dass das ja irgendwie alles wenn er das zumindest ansatzweise gut machen will.
00:10:01: Das muss bei ihm durch.
00:10:02: D.h.,
00:10:02: der muss sich damit auseinandersetzen und irgendwann kann einfach der Kopf nicht mehr und du treibst dich glaube ich selber in so einer Position wo du irgendwann super gestresst bist und ich glaube wir müssen einfach darüber reden entteilen auch das glaube ich je nach Job und je nach Branche.
00:10:18: Und je nach dem was ich tue inzwischen produktiv zu sein vielleicht nicht immer heißt dass ich vierzig Stunden mit KI so viel Dinge produzieren, wie es irgendwie geht.
00:10:28: Das ist glaube ich nicht die Maßgabe.
00:10:31: oder ohne dass das jetzt ich will gar nicht schlecht reden aber einfach auch mal um das Thema hinzuweisen wenn wir zum Beispiel in Pitches gehen und du sagst jemand einen Junior Consulten bei uns der hat vorher Vielleicht irgendwie ein, zwei Pitches gleichzeitig parallel gemacht.
00:10:48: Der kann natürlich jetzt mit KI vielleicht sogar drei oder vier Pitchs parallel machen je nachdem was er da tut.
00:10:52: also heißt der kann viel mehr machen aber gleichzeitig hat sich ja die Anzahl dann der Kontakte die du hast dir Mails die du rausschickst der Gespräche die du dazu führst das vervierfacht sich auch alles und Da kommst Du einfach total an Grenzen auch in deinem eigenen Kopf wo du irgendwann merkst ich kriegt es da gar nicht mehr alles durch.
00:11:10: so
00:11:12: Ja Und das ist wirklich so eine tolle Beobachtung, mit der man zu arbeiten lernen muss.
00:11:20: Und was noch ein bisschen dazu kommt, sind viele AI-Sachen, dass man sie nicht wirklich durchdringt und auch nicht weiß kann ich das jetzt empfehlen?
00:11:32: Ist das jetzt ein Konzept?
00:11:33: Also ich glaube ja eigentlich daran bei kreativen Themen.
00:11:37: du musst wenn du einen Konzept hast schon ein Gefühl dafür haben.
00:11:42: Eine Kollegin sagt immer, das fühle ich nicht.
00:11:45: Also wenn die... also dass man so ein bisschen so ein Bild im Kopf hat, so einen Kopfkino und eine Spur im Kopf hatte der Mann folgt und da hat man so'n Gefühl.
00:11:56: passt das jetzt dazu?
00:11:57: Passt das nicht dazu?
00:11:58: So muss das aussehen!
00:11:59: So muss es sein!
00:12:01: So ne Künstlerische Vision.
00:12:03: Und wenn du das dir aber von der AI machen lässt hast du da überhaupt gar kein Gefühl für.
00:12:07: Das kann schon auch gut sein, aber es fehlt halt komplett so dieses Gefühl dafür.
00:12:12: Wie arbeite ich damit?
00:12:14: Auch vor allem wie präsentiere ich das?
00:12:16: Wie vermittel ich
00:12:17: das?".
00:12:18: Da brauchst du selber dieses Gefühl und diesen kreativen Funken in dir um das auch rüberbringen zu können.
00:12:32: was mich dann wieder auch zu Vorträgen bei Events dann führt, wo jetzt ja schon öfter wir beobachtet haben dass Leute den Vortrag haben.
00:12:38: Dann irgendwas von der LLM geschriebenes vortragen und du dann wirklich merkst die sind nicht identisch mit ihrem Vortragen oder das ist nicht deren eigene Sprache sondern die haben dann auf einmal so eine ganz geschliffene Sprache und haben auch ein paar dieser AI-Rhetorik Sachen drin.
00:12:56: ne?
00:12:56: Es ist nicht das!
00:13:00: Und dann merkst du, dann steht da irgendwie jemand der gerade einen Text aufsagt und dann denkt man sich ja gut hätte ich ja selber ChatGPT fragen können.
00:13:09: Ich glaube grade was du sagst das ist auch im kreativen Bereich ist man glaub ich extrem gut beraten.
00:13:16: KI dosiert ein Stück, weil auch einzusetzen.
00:13:19: Weil es gibt diese ganzen Untersuchungen gibt es ja, dass du einfach ... ich sag mal auch schon im Bereich vor KI das ist was anderes mit dir macht ob du einen echten Stift benutzt und etwas aufschreibst oder ob du das auf den Rechner aufschreibst.
00:13:33: Genau so, dass wenn du in irgendeiner Weise mit Texten oder Dokumenten arbeitest, es macht einen Riesenunterschied, ob du den Text selber liest und dann damit arbeiteste Gedanken dazu aufschreibt am besten handschriftlich oder ob du halt der KI sagst, guck mal bitte was da drinsteht.
00:13:49: Da gibt es auch ganz viel Untersuchung gerade bei Studierenden zum Beispiel wo man festgestellt hat dass die schon super gute Texte produzieren können, super gute Zusammenfassung, Analysen alles mit KI.
00:14:00: aber wenn man sie nachher selber fragt was denn da drin steht?
00:14:03: Was Sie gelernt haben dann merkt man das da einfach wirklich nichts hängen geblieben ist.
00:14:06: und ich glaube grade für eine kreative Arbeit ist das unglaublich gefährlich weil Du lebst ja davon dass da eben genau irgendwas bei Dir hängen bleibt was Du vielleicht manchmal gar nicht so beziffern kannst oder auf den Punkt bringen kannst, aber damit du dann irgendwann an diesen Punkt kommst oder sagst so hey das macht was mit mir.
00:14:21: Das funktioniert da habe ich ein gutes Gefühl bei und dieses gute Gefühl braucht eine Grundlage und die schaffst Du in dem Du halt wirklich selber mit diesen Dingen arbeitest und weniger mit kaid und sagst hier ne?
00:14:33: Was will denn der Kunde?
00:14:35: Schlag mir mal etwas vor oder so.
00:14:36: und das funktioniert klar
00:14:37: genau nicht.
00:14:39: Das heißt, du würdest dann auch ganz klar vorschlagen.
00:14:42: Man braucht vielleicht am Anfang kann man sich wenn man Thema recherchiert gerne damit arbeiten aber wenn es dann um wirkliche Lösungsansätze gibt dass man sich wirklich Zeitblock zum selber denken bevor man dann wieder was hat ja auch mit faulheit zu tun da hatten wir auch schon ein paar folgen drüber.
00:15:00: das gehirn wird faul und fett.
00:15:03: Und kann das dann irgendwann gar nicht mehr selber.
00:15:05: also dass man sich wirklich sozusagen aufraft und mit seinem gehirn joggen geht und mal selber denkt und sich selber erst mal ein Bild macht, eine Meinung bildet.
00:15:18: Sich selber erst einmal damit beschäftigt bevor man dann wieder die tolle Technik nutzt?
00:15:25: Ja!
00:15:26: Und ich glaube das ist auch was... total schönes ist und auch sein kann.
00:15:29: Und das coole, dass ich quasi durch KI... KI ist ja nicht schlecht per se!
00:15:34: Ich kann dann unglaublich tolle Dinge machen.
00:15:35: und wenn ich weggehe von dem okay, ich guck mal wie viel Output in vierzig Arbeitsstunden so generell produzieren kann und wenn das nicht mehr die Maßgabe ist sondern sagen hey ich habe hier diese Menge an Output die ist super ne?
00:15:47: Die kriege ich auch noch hin in meinem Kopf und es gibt mir vielleicht ein bisschen Zeit.
00:15:51: Und diese Zeit, die ich jetzt habe, die investiere ich um eben doch mal wieder was von Hand zu schreiben, um doch mal eine Ruhe im Text zu lesen und diese Fähigkeiten ein Stück weit ehrlicherweise auch nicht zu verlieren sondern wirklich bewusst zu trainieren und dann gerade auch einen kreativen Bereich einzusetzen und dann selber zu profitieren, dann hab' ich quasi so wirklich das Beste aus beiden Welten vielleicht ein bisschen Gefahr läuft irgendwie ganz viel Workslop zu produzieren und sich unglaublich produktiv fühlt.
00:16:20: Und das Gefühl, ich habe
00:16:21: eine
00:16:21: Woche, ich hab hunderte Mails verschickt!
00:16:23: Ich hab drei Hundert Seiten Text produziert.
00:16:24: Das ist großartig.
00:16:25: Da komme ich vielleicht dem Menschen der möglicherweise nur hundert Mails verschickt was immer noch doppelt so vieles wie vorher als es noch keine KI gab, der vielleicht nur zwanzig Texte produziert hat oder Beiträge oder so.
00:16:37: Aber dann noch Zeit hatte sich wirklich mit den Dingen auseinanderzusetzen und dass teilweise vielleicht auch ein Stück weit analoger tut, so wie man das vielleicht vor KI gemacht hat.
00:16:47: Aber der, der zum einen Seite dann mit seiner Arbeit davon profitiert, dass er ein besseres Ergebnis bekommt, dem es aber auch persönlich damit definitiv besser geht weil du das einfach von der Menge etwas ist was du handhaben kannst.
00:17:03: Ja also es hat wirklich auch was mit dem... Wie man sich fühlt?
00:17:06: Das kann ja.
00:17:08: Ich kann mir vorstellen, dass wir da in viele Burnout-Fälle auch reinrasseln.
00:17:13: Also wenn sich das so weiterentwickelt und da keine Rücksicht draufgenommen wird?
00:17:20: Es gab letztens... Und ich habe es erst nicht verstanden als ich das gelesen habe.
00:17:23: Es gab irgendein Tarifgebundene Verband.
00:17:27: die hatten Forderungen und unter anderem ging's darum, dass sie gesagt haben, wir hätten gerne durch die Arbeit mit ... zusätzlich bedingten Stress, der durch KI entsteht.
00:17:38: Hätten wir gern drei freie Tage mehr und das verstehe ich überhaupt nicht.
00:17:44: Jetzt rückblickend ergibt es total Sinn!
00:17:46: Es gibt Studien ja auch die zeigen dass Leute sich die viel mit KI arbeiten, sich total gestresst fühlen, dass denen das gar nicht gut tut.
00:17:54: Und ich glaube das ist eine super spannende Debatte, die wir ein Stück weit führen müssen ist ja auch jeder ein Stück weit selbst und sollte dafür verantwortlich sein, da einfach selber auf sich acht zu geben so gut es halt geht.
00:18:07: Weil man hat das ja auch ein bisschen selber in der Hand.
00:18:10: wie viel nutze ich KI?
00:18:12: Wie viel produzier ich?
00:18:13: muss ich noch direkt das nächste Ding hinterher raushauen?
00:18:16: weil ich muss ja an mich denken aber halt auch meine Kollegen oder Kolleginnen denen ich das dann alles Irgendwo landet das immer.
00:18:28: Auf jeden Fall, dass man da so respektvoll mit der Zeit der anderen umgeht... Und was ich glaube, warum ich den kreativen Beruf so liebe ist.
00:18:37: Immer wenn du eine Lösung findest oder auf eine Idee kommst die müssen auch noch nicht mal die anderen gut finden aber das löst immer so einen kleinen positiven Kick im Gehirn raus ne?
00:18:46: Du hast aus... erst stehst du von der Aufgaben und denkst da es geht doch gar nicht!
00:18:51: Und dann auf einmal findest du irgendeine Lösung.
00:18:53: oder in dem Brainstorming zusammen mit den Mit den Kolleginnen findet man die Lösung.
00:18:58: Und das löst so einen positiven Kick einfach aus, der einem dann auch die Energie gibt, das weiter auszuarbeiten und eine Begeisterung.
00:19:07: Das hast du nicht wenn du das perfekt formuliert von der LLM bekommst!
00:19:14: Ich bin gerade im kreativen Bereich bist du ja nicht.
00:19:17: Du bist ja nicht in den bereichten gegangen, weil du was managen willst und geni menagen willst die für dich kreativ ist sondern weil du lust hast Kreativ zu sein.
00:19:25: und die KI kannst du dann nutzen um dann später super tolle Excel Tabellen für irgendwelche Leute zu bauen mit tausend dropdown Menüs und irgendwelchen Funktionen wo du denkst so keine Ahnung wie ich das alleine hätte hinbekommen sollen.
00:19:35: oder von mir ist auch die Gedanken später Die du dir selber aber gemacht hast noch mal ein bisschen nachzuschärfen Im Spanien drüberzugehen oder vielleicht auch eine Power Point dazu zu bauen, was auch immer.
00:19:45: Aber dieses Initiale, das sollten wir uns glaube ich nicht wegnehmen lassen sowohl im kreativen Bereich aber halt auch in allen anderen Bereichen weil ich glaub es ist nicht mehr maßgeblich die Größenordnung ist nicht maßgeblich für die Qualität meiner Arbeit wie viel Ich schaffe!
00:20:01: Das war's glaube ich lange Zeit und die Gefahr ist einfach groß dass man sagt okay cool jetzt mache ich einfach viel viel mehr und ich glaube nicht dass das die Lösung ist.
00:20:09: immer
00:20:11: Ja, fantastisch Jan.
00:20:13: Dann können wir jetzt eigentlich schon zu unserem Monday Takeaway kommen und wenn du magst kannst du vielleicht ein zwei Sachen formulieren?
00:20:22: Oh ja aus dem Stand heraus würde ich sagen es geht darum wirklich KI bewusst einzusetzen nicht in die Gefahr zu laufen zu sagen mehr ist immer besser automatisch bewusst Dinge auch mal nicht mit KI zu machen und quasi die Freiheiten, die KI mir ein Stück weit gibt eben weil ich viel produktiver bin.
00:20:47: Weil ich viel mehr machen kann aber eben zu nutzen um mich noch mehr von dem Gleichen zu machen.
00:20:52: Und noch mehr Produktiv und Text und noch mehr KI-Text sondern dann einfach die Dinge auch die das erfordern gerade im kreativen Bereich.
00:21:01: Die das er fordern denen einfach auch meine wirklich persönliche Aufmerksamkeit entsprechend zu widmen.
00:21:08: profitieren beide, dann profitiert meine Arbeit.
00:21:10: Das ist die Qualität meiner Arbeit profitiert ich selbst profitiere weil ich mich einfach nicht überlastet und auch einfach so Phasen habe, die ein bisschen langsamer sind.
00:21:17: Es ist langsame wenn ich in Ruhe mal einen Text lese.
00:21:20: ja und meine Kolleginnen profitieren weil ich denen eben nicht einen Text und einem Ding nach dem nächsten rüber schicke
00:21:28: Ja finde ich fantastisch so spontan toll auf den Punkt gebracht.
00:21:33: Dann würde ich sagen, ganz vielen Dank Jan, dass du da hier uns zu dem Thema ein bisschen weiter geholfen hast.
00:21:40: Vielen lieben Dank!
00:21:41: Das hat großen Spaß gemacht und hat für mich noch mal so'n bisschen was bewegt gerade im Kopf weil oftmals sortiert man sicher beim Sprechen.
00:21:47: also vielen lieben Danke Christopher und ja, hat Spaß gemacht.
00:21:51: Super bis zum nächsten Mal.
00:21:52: Ciao ciao!
00:21:53: Tschüss
00:21:59: Ja und daraus ergibt sich natürlich die perfekte Creative Challenge.
00:22:03: zwei Sachen selber denken erstens, bevor man die KI befragt.
00:22:09: Also selbst sich mal wie bei der Pomodoro-Technik dreißig Minuten nehmen und erstmal selber mit dem Problem sich auseinandersetzen, bevor dann wie gesagt die Technik nutzt.
00:22:19: Und zweitens, Bevor ihr hundert Seiten euren Kollegen in den Schickt filtert sie!
00:22:25: Was Hannes auch mal gesagt hat in der letzten Folge ist sollte nicht länger dauern das zu lesen als es gedauert hat es zu produzieren.
00:22:34: Ja, und das war's auch schon wieder.
00:22:35: Vielen Dank, dass ihr zugehört habt!
00:22:37: Vielen dank an Jan Philippsik, vielen dank an unser tolles Fockdarms Team.
00:22:41: Das war Make My Monday von FockDarmz.
00:22:43: am Mikrofon Verabschiedet sich Christoph Erwert teilt uns folgt uns und schaltet nächste Woche wieder ein wenn es heißt make my Monday.
00:22:52: jetzt wünsche ich eine gute Woche.
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