Erfinde dich neu, sonst tut’s ja keiner. Talk mit Gerriet Danz
Shownotes
Warum sich Menschen künftig immer häufiger neu erfinden müssen Gerriet Danz über seine ungewöhnliche Karriere zwischen Werbung, Fernsehen und Bühne Was Kindheitsträume über unsere Zukunft verraten können Warum es hilfreich ist, eigene Ziele offen auszusprechen Die Geschichte hinter Gerriets Weg zum Fernsehen Wie aus einem Moderator ein Trainer und später ein Keynote-Speaker wurde Der Unterschied zwischen Inspiration und echter Veränderung Warum Prototyping nicht nur für Produkte, sondern auch für Lebensziele funktioniert Die Kraft von Neugier, Zufällen und mutigen Entscheidungen Monday Takeaway: Neuerfindung ist keine Bedrohung, sondern eine Chance Weekly Challenge: Kindheitstalente entdecken und einen Lebenstraum sichtbar machen
Transkript anzeigen
00:00:00: Es ist so krass, wer heute geboren wird, wird bis zu dreizehn ganz unterschiedliche Berufe ausüben in Zukunft.
00:00:13: Herzlich willkommen zum Make My Monday dem Kreativ Podcast von Fockdowns Worldwide!
00:00:18: Ich bin Christopher Wehr, Chief Creative Officer und euer Host – und heute geht es darum wie man sich in so einer Situation immer wieder selbst erfinden kann.
00:00:29: Und dazu habe ich einen ganz tollen Gast da nämlich Gerrit.
00:00:46: Ja, unser Gast Gerrit war in seinem Leben schon
00:00:49: Kurierfahrer,
00:00:50: Notariatsmitarbeiter, Werbekaufmann, Copywriter, Creative Director, Drehbuchautor und Moderator.
00:00:57: Und heute ist er Trainer, Bestsellerbuchautore auch Bio-Landwirt und erhält viele Vorträge und ist sogar Erfinder einer Kreativmethode.
00:01:10: Herzlich willkommen Gerrit zu Make My Monday!
00:01:13: Toll dass du da bist.
00:01:15: Danke für die Einladung.
00:01:17: Unser Thema ist sich neu erfinden und das ist ein super spannendes Thema.
00:01:23: ... auch für alle, die jetzt zuhören.
00:01:26: Es geht um dich selber!
00:01:29: Wie kannst du dich neu erfinden?
00:01:31: Und es ist ja immer spannend sich damit zu beschäftigen.
00:01:34: Kann aber auch unangenehm sein, je nachdem in welcher Situation man gerade ist... Aber heute geht's darum, auch Lust zu machen, sich neu zu erfinden, auch wenn man es vielleicht gar nicht muss und da haben wir einen tollen Experten mit Gerrit da.
00:01:49: Da ist die Frage erst mal wann muss man sich eigentlich neu erfunden?
00:01:55: Ist das wichtig?
00:01:56: Ich denke mal, es ist einfach immer dann angesagt.
00:02:00: Ich weiß gar nicht ob man wichtig sagen kann aber es ist auf jeden Fall dann angesacht wenn man erstens Lust darauf hat weil das ja schon ein spannender Vorgang finde.
00:02:07: ich ganz persönlich auch aus eigener Erfahrung Wenn man wahrnimmt dass man spezielle Talente hat vorlieben hat vielleicht auch Vorbilder hat und sagt Ich möchte gerne in diese Richtung gehen, die ich bisher noch nicht hatte.
00:02:26: Und das andere ist natürlich ... Das sind dann die echten Notwendigkeiten.
00:02:30: D.h.,
00:02:30: wenn du sagst, ich habe eine innerliche Kündigung schon ausgesprochen, die man mal an die Bisse angestellt und dümpel da seit Monaten rum.
00:02:40: Irgendwie hab' ich nicht das Gefühl, dass sich mein Leben weiter so führen möchte.
00:02:45: und sich zu überlegen... Nicht nur ich wechsel einfach den Arbeitgeber und es ändert sich aber am Thema nichts, sondern ich schaue mal ob das was ich wirklich will vielleicht eine völlig andere Geschichte ist.
00:03:01: Also da sind wir so Notwendigkeit wo man sagen kann ja also da erfinde ich mich jetzt mal neu, da probiere ich mir einfach neue Wege aus.
00:03:09: im Grunde kann man ja sagen ist dass wie bei Unternehmen auch die sich immer wieder neu erfinden müssen Netflix ist ein gutes Beispiel, die haben sich fünfmal neu erfunden.
00:03:20: Ich schick dir eine Pubbox mit einer DVD durch die Gegend.
00:03:25: So haben wir angefangen.
00:03:25: heute sind sie einen Teil von Hollywood produzieren Spielfilme und Serien also kompletter Wandel innerhalb wenigen Jahrzehnten.
00:03:33: Und ich denke mal dass das bei den Menschen die so ein Unternehmen ja ausmachen oder so eine Organisation nämlich den Menschen eben genauso aussehen
00:03:41: muss.
00:03:42: Ja da muss ich jetzt auch bei mir an zwei Situationen denken, wo sich was geändert hat.
00:03:49: Wo ich musste... Das war sozusagen mein erster Karriereabschnitt war am Theater.
00:03:54: Wo Ich da das Problem hatte als junger Regisseur und Regieassistent.
00:04:00: Ich hatte immer so lang Pausen zwischen meinen Verträgen Und es war irgendwie hatte ich auch den Eindruck ja dass ist alles so subventioniert und man kocht in seiner eigenen Bubble.
00:04:14: Das kann es nicht sein.
00:04:15: Und dann kam bei mir das mit der Werbung dazu, was ich da im Grunde als neues Feld entdeckt habe.
00:04:22: Am Anfang noch mit so einem Dünkel von der Hochkultur kommt und der wurde mir aber schnell ausgetrieben.
00:04:29: Dann hab' ich aber gemerkt dass das auch ein tolles Feld ist für mich weil man nichts organisieren muss sondern sich nur tolle Ideen auszudenken hat.
00:04:38: Es war eine Neuerfindung... aus einer schwierigen Situation heraus, dann habe ich nochmal dadurch mit Inspirationen aus der Werbung noch mal... Theaterstück geschrieben und das war dann im Grunde so mein Abschluss, was ich dann auch aufgeführt habe.
00:04:54: Mein Abschluss von dem Part... Und dann war wieder nach einer Weile in der Werbung fehlte mir der Live-Kick.
00:05:01: Und dann bin ich jetzt sozusagen dahin gekommen wo ich jetzt bin zur Live- Kommunikation weil hier im Grundes alles zusammen kommt.
00:05:10: So bei mir dann so wo man merkte Da bin ich zu unzufrieden, wie du auch beschrieben hast.
00:05:17: Ich bin da unzufreden das kann es doch nicht gewesen sein.
00:05:21: so jetzt und dann haben sich aber neue Sachen daraus dann ergeben.
00:05:27: Das ist nicht
00:05:27: immer schön wenn man in so einer Situation eigentlich ist.
00:05:30: Aber es ist eine wichtige gute Chance einfach auch.
00:05:34: Ja und ich glaube es macht einem je älter du wirst und je häufiger du das womöglich auch schon gemacht hast also diesen Blick auf dich selbst und sich zu fragen wie geht das?
00:05:45: Es macht ein Jahr auch immer klüger.
00:05:46: Also es schärft den Blick für das, was du willst und was du vielleicht nicht willst.
00:05:55: Ich habe irgendwann in meinem Leben einen Kontakt gehabt in Richtung Fernsehen und habe beide Systeme kennengelernt im öffentlich-rechtlichen Rundfunk querstrichfernsehen und eben auch privat Und das sind einfach deutliche Unterschiede und habe festgestellt, dass es öffentlich-rechtlich nicht so meins ist.
00:06:17: Weil ja, es ist eben öffentlich rechtlich.
00:06:21: Allein die Abrechnungen, da will ich mich daran erinnern... Das waren wirklich solche unglaublichen mathematischen Gebäude!
00:06:32: Die verstehst du selber nicht?
00:06:34: Die verstehen sogar Steuerberater zum Teil nicht und ich habe erlebt, sogar Finanzämter verstehen sie nicht.
00:06:39: Und die sind ja nun auch eine Behörde.
00:06:42: Also das war ein Spezialisten
00:06:43: für sowas
00:06:44: dachte ich eigentlich.
00:06:45: Ja sollte man meinen also aber dann muss man sich da muss man eben auch fragen willst du dass oder ist es vielleicht gar nicht das System in dem du arbeiten möchtest?
00:06:53: Habt dann Aber auch für zb Spiegel TV gearbeitet.
00:06:58: Das ist jetzt nur ne private Firma Organisation wo das ganze schon wieder ganz dass ausgesehen hat und was mir deutlich näher lag, vermutlich schon deshalb weil ich eben auch eher privat wirtschaftlich geprägt bin.
00:07:13: Also in Unternehmen immer gearbeitet habe auch davor angestellt und hab gemerkt ne das ist auf jeden Fall meinwichtig kann nicht für so eine für so eine Behörde arbeiten.
00:07:24: Zumindest nicht in dem Kontext, indem ich da ...
00:07:26: Also wir können ja noch mal bei dir von vorne anfangen.
00:07:30: Wann musstest du dich neu erfinden bisher?
00:07:33: In deiner Story?
00:07:35: Das mit dem Müssen das war gar nicht ... Oder
00:07:37: wolltest Du!
00:07:39: Ja, eigentlich ging es schon sehr früh los.
00:07:43: Ich habe zu Kinderzeiten und das ist ein, ich finde so einen Marker.
00:07:47: also die Frage ist immer was hast denn als Kind gerne gemacht?
00:07:52: Weil Kinder beschäftigen sich ja mit Dingen, die komplett ungefiltert erst mal ihre Neigungen entsprechen.
00:07:57: Die machen das worauf sie Bock haben Nummer eins und Nummer zwei.
00:08:00: Sie machen auch meist aus einem eigenen Instinkt heraus Dinge, die sie ganz gut können.
00:08:05: also mein liebstes Spielzeug war das Kasperl Theater.
00:08:10: Und jetzt spring ich mal ganz kurz nach vorne nämlich zu dem was ich heute mache.
00:08:14: Heute bringe ich anderen Menschen bei wie sie auf der Bühne stehen können Also ein Unternehmen, das heißt Presentarium.
00:08:20: Da coache ich Menschen in Sachen Rhetorik und Präsentationen, gebe Seminare.
00:08:27: Das hat wieder eine Bühnenpräsenz.
00:08:31: Und das Zweite ist, dass ich selber auf einer Bühne stehe als Kino-Speaker.
00:08:35: Wenn du das meinen Eltern erklärst, den musst du das erklären, weil die verstehen gar nicht so richtig was ich da mache.
00:08:40: Aber wenn ich denen erkläre, was ich heute mache ... So wie früher!
00:08:44: Das war ja klar, das musste ja so passieren.
00:08:50: Und ich hatte aber damals schon die Idee unternehmerisch anzugehen was der Henker woher das gab weil ich aus einer Familie die komplett angestellt war.
00:08:59: bei uns gab es keine Unternehmer es gab keine Selbstständigen.
00:09:02: also ich bin tatsächlich der erste in dieser ganzen Familie, der jemals diesen Weg aus den Fuß nach außen gesetzt hat und sich aus dem Kontext des Arbeitnehmers verabschiedet hat.
00:09:15: Wo ich auch einiges an Kopfschütteln geerntet habe tatsächlich.
00:09:18: Ja das glaube ich.
00:09:19: aber was kam denn nach dem Kasperle-Theater?
00:09:21: Was war dann dein erster beruflicher Schritt?
00:09:23: Naja also ich hatte eigentlich vor... Ich wollte Fernsehmoderator werden.
00:09:28: Also das habe ich schon Fernsehen total irre.
00:09:30: Was waren deine Lieblingsmoderatoren?
00:09:31: früher?
00:09:35: Bei SWF drei gab es einen Typ, der hieß Frank Laufenberg.
00:09:37: Dessen Stimme fand ich total klasse.
00:09:39: Den hab'n mich sehr gerne zugehörig, weil Radio und Fernsehmoderator.
00:09:42: Jürgen van der Lippe fand ich Totalklasse.
00:09:44: Der hat bei uns in Köln im WDR eine Sendung moderiert mit dem Laufenwerk zusammen.
00:09:49: Interessanterweise WWF-Club hieß das.
00:09:52: Und ich habe dann mit siebzehn beide gemeinsam aufm Toxovall gehabt.
00:09:57: also ich als Schüler
00:10:00: Das heißt du bist da direkt hin und hast die eingeladen?
00:10:03: Ja,
00:10:04: ich konnte ihn nicht einladen weil ich kann den nicht.
00:10:06: Wir hatten eine tolle Schule und das ist tatsächlich auch ein ganz interessanter Aspekt.
00:10:12: Also wenn man fragt in welche Schule sollen denn die Kinder... Ich finde immer Schulen super, wo neben dem Lehrplan der oftmals ja noch der Industrialisierung ähnelt.
00:10:22: Also der Zeit der Industrialisierung eben noch viel mehr passiert.
00:10:25: und das war da der Fall.
00:10:27: also wir hatten die Möglichkeit in Big Bands zu spielen.
00:10:29: Es gab Theatergruppen es gab diese Talkshow Und es gab eben einen Menschen, der hatte ein Bezug zum WDR und er hatte auch Chancen solche Prominenten einzuladen.
00:10:39: So begab es sich, dass ich sehr schnell auf einer Bühne stehen konnte nicht mit Kasperle-Puppen sondern ich selber und fand das ihm großartig dann mit solchen interessanten Persönlichkeiten zu sprechen.
00:10:51: Und daraus resultierend habe ich dann gedacht also Fernsehmoderator wäre doch toll wie die beiden eben, die ich da interviewt hab in sehr jungen Jahren von der Lippewa damals siebenunddreißig, glaube ich.
00:11:03: Uns trennen immer zwanzig Jahre habe ich irgendwann festgestellt und das blieb so im Kopf... Ich hatte allerdings das Problem dass ich relativ früh geboren war in dem Kontext von öffentlich-rechtlich und privat.
00:11:15: also als ich damals Abi machte und mich entscheiden sollte wie es weitergeht.
00:11:19: ich hätte tatsächlich zu öffentlich rechtlichen gehen müssen um dann dieses Medium Fernsehen zu kommen, das habe ich nicht gemacht und hab dann erstmal so den Umweg in Richtung Werbung gemacht.
00:11:30: Das war der nächste Schritt.
00:11:33: Also eigentlich kann man sagen dieser erste Schritt der Erfindung des Werbers also so ähnlich wie es bei dir ja auch war, war im Grunde genommen geschuldet.
00:11:45: Erstens dem Talent irgendwie schreiben zu wollen, schreiben zu können.
00:11:48: Hab schon Schülerzeitung gemacht und irgendwas mit Öffentlichkeit zu machen aber eben nicht auf der Bühne, nicht als Moderator also im Grunde genommen eingeschränkt.
00:11:57: Ich weiß ich hab irgendwann in der Werberzeit die... ... am Ende unglaublich toll fand, wo ich wahnsinnig viel gelernt habe und mit super Menschen gearbeitet habe.
00:12:05: Habe ich mal zwischendurch gedacht Mensch, du wolltest ja eigentlich zum Fernsehen.
00:12:08: Du wolltest da eigentlich Moderator werden aber okay dann hat das eben nicht geklappt.
00:12:12: Du hast gerne präsentiert wahrscheinlich in deiner Rolle... Absolut!
00:12:16: Und hast das genossen die Ideen auch Kunden vorzustellen?
00:12:19: Genau.
00:12:19: Hast dann so gemerkt davon hätte ich gerne mehr.
00:12:23: Ja, wobei ganz ehrlich dass ich kann gar nichts... Also ich hatte immer noch diesen Jugendraum im Kopf Der war allgegenwärtig.
00:12:32: Aber an sich hatte ich ihn abgehakt, weil ich hätte nicht gedacht ... Ich war damals um die Dreißig.
00:12:38: Ich hätte nicht gedacht, dass mich das noch mal erwischt.
00:12:40: Dass ich dann doch zum Fernsehen kommen würde, hätte ich nicht gedacht.
00:12:46: Aber es zeigt etwas, wo ich darüber nachgedacht habe.
00:12:49: Es zeigt etwas nämlich wenn du einfach diese Träume weiter in dir trägst vielleicht gut behütest Nicht unbedingt von dir verlangst oder von denen verlangt, dass sie tatsächlich Wahrheit oder Wirklichkeit werden.
00:13:05: Aber sie eben auch nicht abmurkst und irgendwo in den Müll würfst sondern die sind halt noch da.
00:13:11: weil ich glaube wenn Sie dann noch da sind irgendwo dann so in dir Dann kann es eben passieren wenn du womöglich in den richtigen Kontext kommst in die richtige Situation Den richtigen Menschen kennenlern.
00:13:24: das ist dann doch nochmal passieren kann
00:13:27: Ja.
00:13:27: Und hast du aktiv was unternommen?
00:13:29: Also von der Werbung, da hattest du einen guten Job bei BBDO um dann zum Fernsehen zu kommen.
00:13:35: oder wie war dieser Schritt dann?
00:13:38: Der ist passiert auf dem Sofa und aufm Sofa passierte an sich nix aktiv also...
00:13:43: Auf dem Sofa ging es ja schon los bei
00:13:45: dir auch.
00:13:45: Ja, das stimmt aber in diesem Fall ist es das private Sofa wo ich dann mit meiner späteren also jetzigen Frau saß und wir haben irgendwie Fernsehen geguckt und die hat nun einen etwas ich sag mal zumindestens verwandten Beruf.
00:13:58: Die hat damals beim Fernsehen gearbeitet als Visagistin Und die hat damals schon zehn Jahre lang Stefan ausgeschminkt für Spiegel TV und Spiegeltv-Magazin.
00:14:07: Stefan war damals der Chefredakteur vom Spiegl und von SpiegleTV Und die haben unter anderem neben diesen ganzen wirklich klassischen Spiegelformaten auch die Nachrichten des Fernsehs in das Vox produziert.
00:14:20: Das muss man nicht wissen, das ist so ein In-Zeit.
00:14:22: Das ist eine Auftragsproduktion und irgendwann hatte Stefan dann in den Namen beim Schminken mal gefragt, sag mal wüsstest du nicht irgendjemanden der für uns diese Nachrichten für Vox moderieren kann?
00:14:32: Wir brauchen einen neuen Moderator.
00:14:33: Du kennst doch so viele!
00:14:35: Dann hat sie erst einmal gesagt nö ich mir fällt erstmal keiner an.
00:14:39: Die hat ja in der Maske mit allen geredet da.
00:14:42: Ja,
00:14:43: ja, dass ist das Tolle an diesem Beruf.
00:14:45: Also erstmal ist es ne hochkommunikative Frau die ich da habe Und dann ist es natürlich dieser Beruf.
00:14:52: Gibt das ja so ein bisschen vor?
00:14:53: Du bist ja auf den letzten Metern, bevor's dann ins Scheinwerferlicht geht und erlebst
00:14:57: die Leute dann auch recht intim.
00:14:59: Absolut!
00:14:59: Weil wenn du in der Maske sitzt, bist
00:15:01: du
00:15:02: erstmal ungeschminkt im wahrsten Sinne des Wortes.
00:15:05: und muss sich so zeigen, wie du bist.
00:15:09: Da kann man wahrscheinlich ziemlich viel über die Menschen
00:15:11: erfahren.".
00:15:12: Genau!
00:15:12: Und dann kam sie also irgendwie nach Hause, wir saßen auf dem Sofa und guckten Fernsehen und dann sagte sie immer, wolltest Du nicht immer mal zum Fernsehen?
00:15:19: Das heißt ich hab irgendwann mal von diesem Traum erzählt und habe gesagt ja wieso?
00:15:25: Dann sagt sich Stefan sucht jemanden für Spiegel-TV Respektive für die Voxnachrichten.
00:15:32: Willst du da mal
00:15:32: hin?!
00:15:33: Also damals hieß es zum Casting.
00:15:35: Dann habe ich gesagt, was habe ich zu verlieren?
00:15:38: Wäre doch ganz lustig, lerne nicht den Typ mehr kennen und probiere das einfach mal aus.
00:15:42: Und dann tatsächlich habe ich das gemacht, habe zweimal ein Castinger gemacht, zum ersten Mal in meinem Leben von einem Teleprompter gesessen.
00:15:50: Weißten auch, dass ich damals bei dem Teil wo das Wetter verlesen wird, habe ich immer Bevölkerung gemacht
00:15:58: Ja.
00:15:58: Beim Lesen und da hat man das dann über den Pompter sehr klar gemacht, dass das Ding doch Bewölkungen ist.
00:16:04: Und ja, und dann ist es das ich kürze jetzt ab, ist es geworden?
00:16:09: Wir haben dann angerufen, haben gesagt, finden wir gut, gehen mal zum Friseur, ziehen einmal einen Krawatte an und Bolo Hemd geht hier auch nicht.
00:16:15: also so kam sie eben zum Casting habe das eine Zeit lang gemacht, bin dann wieder und das ist auch schon wieder so sind so Zufälle.
00:16:23: Bin dann von da aus über eine Aus-Connection nämlich über seine stammalige immer noch Schwergerin die ist Castingdirektor in Hamburg gewesen.
00:16:32: sie suchte jemanden für den NDR, bin zum NDR gegangen hab dort Programmmoderation gemacht.
00:16:39: Das ist übrigens ein Beruf der es nicht mehr gibt.
00:16:40: das heißt also da kann man wirklich sagen Das sind die Momente, wo auch Berufe aussterben.
00:16:47: Wenn du dich jetzt darauf kaprizieren würdest und sagen, ich will mein Leben lang Programmmoderate beim NDR werden, dann hättest du relativ zügig deinen Beruf und deinen Job verloren.
00:16:57: Und ab da in dem nächsten Schritt... Und das ist dann eröffnet sich einmal...
00:17:00: Ach so ganz kurz!
00:17:00: Magst Du das vielleicht noch mal erklären was das ist?
00:17:02: Programmoderationen?
00:17:03: Ja, Programmoderatoren waren früher mal Menschen, die haben sich für eine Kamera gestellt und haben im Grunde genommen das gemacht Christopher, was uns beide eint, nenne ich wieder Werbung.
00:17:13: Also die Programmmoderatoren haben Werbungen gemacht für das folgende Programm ob das jetzt direkt danach kam nach dieser Ansage oder eben am nächsten Tag.
00:17:21: also ich habe dann beim NDR bis nachts um null Uhr kurz nach der Ender Ertog Show, habe ich immer den Zuschauern erzählt was denn so morgen kommt oder was.
00:17:31: dann um zwanzigundfünfzehn hab' ich ihnen gesagt und zweinzwanzig Uhr kommt er in der Ertok-Show und so und hab das eben anmodere... Hab Werbung dafür gemacht.
00:17:37: Wiederum!
00:17:37: Also da siehst du auch dass es immer irgendwie so Parallelen gibt Und irgendwann, da habe ich wirklich dieses Gefühl gehabt Da muss ich mich jetzt rausbegeben, weil es wird so ein bisschen lästig.
00:17:50: Also erstens wurde das nicht so wahnsinnig gut bezahlt.
00:17:52: also da muss man ja auch immer ein bisschen gucken dass jetzt die Zeit die du da investierst irgendeine Währung hat.
00:17:58: Das muss nicht immer Geld sein das kann auch einfach lernen sein.
00:18:01: Ich habe da wahnsinnig viel gelernt, aber es wurde eben wirklich schlecht bezahlt und es hat wirklich so eine desozialisierende Wirkung.
00:18:07: also ich hab im Sommer dann in Lokstedt im Studio gestanden während meine Freunde in Hamburg im Park saßen und gegrillt haben und das hatte mich irgendwann furchtbar genervt.
00:18:17: Hab gesagt dass ich muss da weg aber mal gucken ob ich mit diesem Know-how was ich da habe noch etwas anderes anfangen kann.
00:18:23: Habe einer Videokasette damals ganz klassisch geschnitten mit den Best Offs Moderation in Deutschland verteilt an die Produktionshäuser, an die Sender und habe das an sich gar nicht mehr weiter verfolgt.
00:18:35: Das sind dann auch manchmal so Zufälle und irgendwann ruft mich an und jemand an und sagt wussten Sie eigentlich dass sie im Casting für Jepedy sind?
00:18:43: Für diese ursprünglich amerikanische Gameshow?
00:18:46: Dann hab ich gesagt ne ich weiß von nix.
00:18:47: und dann fragten die dann noch freundlicherweise hätten sie den Lust dazu!
00:18:51: Ich sag nett dass sie fragen aber da bin ich tatsächlich immer sehr offen Was kostet's mich, ne?
00:18:57: Also es ist einmal in der Köln fahren.
00:19:00: Habe ich tatsächlich dann zweimal gemacht und dann ist das was geworden!
00:19:06: Und zweihundzwanzig Folgen also und war für mich eine unglaubliche Lehre kann man sagen.
00:19:13: Und da habe ich mir jetzt so zwei Sachen aufgeschrieben.
00:19:16: zum ersten, also ruhig Träume formulieren und das auch ruhig mal erzählen.
00:19:21: Wenn man so Träuma hat die ruhig teilen mit der Welt wo hast du es deiner Frau erzählt?
00:19:25: Ja!
00:19:25: Die hat dich dann irgendwann erinnert weil sie so eine Möglichkeit gesehen hat.
00:19:30: Hättest du das nie erzählt wäre es nicht passiert.
00:19:33: Das ist ohnehin...
00:19:34: Ist
00:19:35: eine gute Strategie.
00:19:36: Also es ist möglich, dass viele Leute erzählen.
00:19:38: Weil wenn du dann still vor dich hin träumst, dann erfährts ja niemals.
00:19:42: Je mehr... Ich stelle mir das immer vor wie so ein Stecker, also zwei Stecker die man zusammenbringen kann.
00:19:49: Je meer Leute davon wissen von dem was du tun möchtest, umso größer wird automatisch die Chance dass irgendwann jemand dieses Gegenstück stecker hat und es dann zusammenbringen kann.
00:20:00: Das ist das eine und das andere vielleicht noch.
00:20:03: Man kann sich damit auch selber bewusst unter Druck setzen.
00:20:08: also man kann ja auch sagen und das manchmal positiv.
00:20:12: Also ich nenne das Damocless Effekt.
00:20:15: Indem du viel erzählst über das was du eigentlich machen möchtes Gibst du der Welt ja den Hinweis, das werde ich oder möchte ich gerne mal tun.
00:20:26: Und wenn du jetzt nicht als jemand dastehen möchtest, der die ganze Zeit nur erzählt und nie was macht, musst ihr irgendwie auch mal etwas dafür tun?
00:20:34: Genau!
00:20:37: Ich kann es jetzt nicht mehr genau zu Tieren gelesen dass man ...dann manche Sachen aber auch nicht erzählen soll, weil wenn man jetzt so seinen tollen Plan erzählt ich möchte mit dem Motorrad durch den Himalaya und denke alle wow was ein toller Typ.
00:20:54: Und dann kriegt man durch das Feedback so viel Adrenalin von den anderen zurück dass dann die Energie ist wirklich umzusetzen sinkt weil das eigentlich schon die Belohnung ist von dem was man eigentlich vorhat Interessant nicht nochmal so einen ganz interessanten Gedanken.
00:21:09: Ja, ja, ich laufe
00:21:10: jetzt hier in Marathon und dann sagen alle boah toll.
00:21:13: Dann reicht der Applaus schon.
00:21:15: Kannst du das Motorrad eingepackt lassen?
00:21:20: Ne aber natürlich muss man es denke ich mal formulieren auch für sich selber Und dann mal gucken was passiert und das, was du noch gemacht hast.
00:21:32: Man muss auch etwas machen.
00:21:34: Man muß auch was abschicken bzw.
00:21:36: irgendwo hingehen und gucken dass was passiert.
00:21:40: Ja ja und es ist manchmal auch einfach, dass du mal simulierst in kleinen Dosen also Dosierungen.
00:21:50: Also ich habe mal irgendwann festgestellt, dass es ganz gut ist wenn ich eine Idee für ein Buch habe diese Idee nicht einfach nur in meinem Kopf zu haben sondern so zu tun als wenn das buch demnächst rauskommt.
00:22:00: Das heißt also ich mache mir meine Titelseite, also ich hab tatsächlich, gucke gerade hin, hier vor mir eine Titelseiter eines Buches der sich schreiben möchte.
00:22:08: da steht auch Gerrit Bernd schon drüber und ich habe das auch irgendwie gestaltet Und das erinnert mich immer daran, dass das noch droht.
00:22:16: Dass ich da noch Lust zu habe und es tut eben auch schon so als wenn Es auf dem Weg ist weil da eben schon die Titelseite hängt.
00:22:24: Das gleiche kann man sagen wenn jemand eine Idee hat etwas anders zu machen.
00:22:28: Ich sage mal ein Blumengeschäft zu öffnen Kann man doch sagen macht ja doch schon mal ne Visitenkarte von den Blumen geschäft.
00:22:34: Ja das finde ich einen sehr geilen Hex sozusagen, so real zu träumen.
00:22:40: Den Traum mal richtig zu fühlen.
00:22:42: wie fühlt sich dieser Traum denn an?
00:22:45: Gestaltet dein Album Cover oder?
00:22:48: Also ist Prototyping
00:22:49: wenn du so willst
00:22:53: und dann bekommt man Angst Aber vielleicht auch so ein Kick und nochmal so einen Adrenalinstoß, das intensiver zu verfolgen.
00:23:01: Ja!
00:23:02: Und es ist wirklich gut.
00:23:03: Also von diesem Buch zum Beispiel habe ich einige sehr engen Freunden schon erzählt und die fragen mich immer.
00:23:08: Das ist grauenvoll einerseits.
00:23:11: Was sage ich mit deinem Buch?
00:23:13: Hör auf!
00:23:16: Denke zeitgleich gut dass du mich daran erinnerst.
00:23:21: Sehr gut Genau.
00:23:23: und wenn wir jetzt nochmal gucken, dann kam das Thema Moderation.
00:23:28: Das war ein Thema Jeopardy!
00:23:30: Und wie kam der Coach oder der Keynote-Speaker?
00:23:35: Ja, das war zweistufig.
00:23:36: tatsächlich also
00:23:38: beim Moderator
00:23:38: ist es ja so in dass du, wenn du so Fernsehprojekte hast wirst.
00:23:47: Also dann werden Agenturen auf dich aufmerksam.
00:23:49: Es gibt ja Moderatoren, Agenturen die sich in die privatische Wirtschaft in die Eventbranche vermitteln und ich habe dann eben eine große... einen großen Event mal moderiert in Berlin im ICC für eine große Industrievereinigung.
00:24:06: Und dann war ich ja wie ein Moderator, aber dann sagte eben jemand von der Eventagentur, könntest du uns den gefallen tun?
00:24:13: Einmal bitte auf diese Vorträge von den Vorständen gucken weil die sind zu grauenvoll.
00:24:18: und dann habe ich erst einmal gesagt... Ich bin ja kein Trainer!
00:24:21: Wie soll das denn
00:24:21: gehen?!
00:24:22: Ja, ja, so.
00:24:23: Dann haben wir gesagt, aber du weißt ja, wie es geht.
00:24:26: Und dann habe ich gesagt, ja, ich weiß für mich wie es geht.
00:24:28: Das ist was anderes zu wissen für andere, wie's für die geht.
00:24:32: Aber dann haben sie mich sehr freundlich gebeten und habe gedacht auch David, was hast du zu verlieren?
00:24:36: Also das ist an sich so ein prägener Satz.
00:24:40: Die Situation war dann so ein bisschen schräg damals.
00:24:42: Also aus der Balance kann man sagen, weil ich war kurz knapp über dreißig und die Herren waren knapp über sechzig alles gestanden der Vorstandsvorsitzenden von irgendwelchen Familien AG's.
00:24:55: Das waren die Präsidentenvorstände, das sollte so einen präsidialer Wechselstand finden.
00:25:01: Man kann sich in etwa das Gefüge vorstellen ne?
00:25:02: Dreißigundsechzig.
00:25:04: da haben wir gedacht was will das Jünglchen denn jetzt uns erzählt?
00:25:06: Dann haben wir aber tatsächlich zweieinhalb Stunden sehr nett, sehr intensiv gearbeitet und am Ende gab es dann den höchstmöglichen Applaus, den ich damals von denen geben konnte.
00:25:15: Glaub' ich!
00:25:16: Die haben dann auf die Tischkante geklopft, also im Sinne von Applaus-Applaus... Und ich konnte dann eben abends in der Veranstaltung sehen wie viel das gebracht hatte.
00:25:25: Das war so
00:25:27: gesagt dein Erfolgserlebnis gesehen?
00:25:28: Absolut!
00:25:29: Und habe gedacht mein Gott was ist das denn für ein toller
00:25:31: Beruf?!
00:25:32: Ja.
00:25:33: Also mit dem ich im Leben nicht gerechnet hätte, wenn du mir dann drei Jahre zuvor gesagt hättest weißt du?
00:25:39: Da wirst irgendwann Trainer werden hätte ich gesagt wie und warum?
00:25:42: keine Ahnung warum.
00:25:44: aber es hat sich eben daraus ergeben den einen aus dem eigenen tun zu überlegen kann ich Kann ich das, was ich da selber tue auch anderen Menschen irgendwie beibringen?
00:25:52: So.
00:25:53: Und das fand ich so grandios, dass sich dann dieses Unternehmen Präsentarium gegründet habe.
00:25:57: Das gibt es jetzt mittlerweile seit fast dreißig Jahren und der nächste Schritt ist das jetzt mit dem Kino-Speaker.
00:26:04: Da war es so, dass jemand gesagt hat nochmal du machst doch so Seminare zweitägig kann sie das auch in einer halben Stunde sagen, das geht nicht!
00:26:11: Dann müsstest du sehr schnell sprechen ist tatsächlich auch, wenn man es genau beleuchtet eine völlig ganz andere Geschichte.
00:26:18: Während du da Weiterbildungen im Seminar, im Coaching wirklich Menschen konkret weiterbringen kannst, sodass du nachher ein Ergebnis siehst das passiert bei einem Vortrag an sich nicht.
00:26:28: Eine Vortracht kann eine super Inspiration sein, kann eine Motivation sein aber ist dann schon ein ganz anderer Beruf Hat dann tatsächlich auch so rund über fünf Jahre gedauert, bis ich für mich dann auch eine Position, Positionierung gefunden hatte und eben auch den Vortrag so hatte.
00:26:43: Dass sich gedacht habe das kann ich mit der Welt irgendwann mal teilen.
00:26:48: Also das war sowas worauf du hingearbeitet hast?
00:26:51: Und es ist ja was ganz anderes als das direkte Coaching.
00:26:55: Was ich jetzt auch faszinierend fand ... Das was du erzählt hast, du hast so gespürt.
00:26:59: Du hast den anderen geholfen und das gibt einem auch noch mal eine andere Befriedigung als wenn man sich selber nur gut darstellt.
00:27:06: Absolut!
00:27:07: Also ich finde... Wenn man wirklich merkt dass man etwas bewirkt hat.
00:27:11: Ja ja genau also und das ist tatsächlich ich sage mal auch von dem berufen die jetzt da von denen wir gesprochen haben die ich dann mal hatte ist es an sich Beruf der am zufriedensten macht.
00:27:25: also ich hab ja auch aktuell noch diese unter ich habe diesen autoren die autorengesticht ich hab diesen speaker beruf ich hab diesem trainer wo ich liebe den speakerberuf weil ich mag eben auch so große kontexte ich mag die bühne ich mag auch den applaus ich freue mich wenn viele menschen gleichzeitig spaß haben und Also das ist so ein bisschen ein Bühnengehen, aber der Trainerberuf ist schon wirklich der ganz unabhängig vom Geld.
00:27:52: Den mache ich weil ich jedes Mal sehe in jedem Seminar und in jedem Coaching guck dir das an wie dieser Mensch sich womöglich noch schwer getan hat vor einem Tag plötzlich aufblüht All dieses Wissen, was er oder sie gesammelt hat.
00:28:09: All diese Expertise die ohnehin schon da war plötzlich wirklich auch spürbar präsentieren kann.
00:28:16: und das ist ein unglaublich schöner sind unglaublich schöne Momente.
00:28:22: Das klingt sehr gut.
00:28:25: Ja spannend also das waren tolle neue Erfindungen die sich da so ergeben haben bei dir in deiner Garadans Story.
00:28:35: Kann man als Musical bald vielleicht auch aufhören?
00:28:38: Genau, nee aber ernst was ich noch fragen wollte wenn man gerade eigentlich denkt es ist alles okay aber dann isst man vielleicht Kodak oder Nokia und das ist nicht so ok.
00:28:51: Aber Was kann man denn machen jetzt mal nur so als Inspiration für uns, wenn man eigentlich denkt es ist gerade alles okay.
00:29:02: Wenn man aber trotzdem vielleicht proaktiv schonmal ein bisschen über das Neu erfinden nachdenken könnte spielerisch oder... einfach so, um nicht einzurosten oder sich selber auch noch mal ein bisschen zu challenge'n.
00:29:16: Oder zu gucken ob da vielleicht noch irgendwelche Träume liegen an denen man nochmal was machen könnte?
00:29:22: Ja also ich denke weil man kann einfach jederzeit... Zu jeder Zeit sich immer mal fragen gibt's daraus nicht irgendwas was mich noch interessiert.
00:29:30: Also es braucht ja so einen Ein gewisses Selbstbewusstsein und das selbstbewusst sein klingt immer so, als wenn man so einen Muscle-Shirt anziehen würde oder so.
00:29:42: Selbstbewusstein, wenn man es auseinanderzieht heißt ja an sich nur dass man sich über sich selbst bewusst ist also weiß wer man ist und weiß welche Talente man hat was einem Spaß macht und so.
00:29:54: Das braucht bestimmt ein paar Jahre bis man das dann wirklich weiß.
00:29:58: aber von da ausgehend wirklich zu überlegen Was kann ich denn damit noch?
00:30:02: anfangen.
00:30:03: und wenn man dann ist einmal unterwegs ist, ich war mit meiner Frau vor einigen Tagen Barcelona.
00:30:08: Das ist eine extrem inspirierende Stadt.
00:30:09: Ich finde obwohl sie so ganz anders aussieht als New York, ist Barcelona für mich ähnlich inspirierend wie New York eben auf europäischen Boden.
00:30:18: Und wenn du da durchgehst... Einfach mal überlegen, also mit dem was du da hast an Talenten und an Freuden.
00:30:26: Was geht da noch?
00:30:26: Sich einfach inspirieren zu lassen.
00:30:28: Und womöglich auch... Ich meine wir sind ja heute... Wir haben alle KI, wir haben ChatGPT, wir ham all diese anderen Tools.
00:30:36: Auch einfach vielleicht mal eingeben.
00:30:38: Mal eingeben was du bisher machst.
00:30:40: Und sagen was dich noch so interessiert.
00:30:42: Und mal die künstliche Intelligenz mitspielen lassen.
00:30:45: Also Tatsache ist meine Tochter hat sich ihren Beruf, von dem sie vorher nicht wusste das der existiert.
00:30:52: Die hat sich den damals ergoogelt.
00:30:54: die hat gesagt ich bin an medizinischen Themen interessiert Ich bin am psychologischem themen interessiert habe aber keinen Bock Medizin zu studieren.
00:31:03: Ja
00:31:03: was gäbe es denn so?
00:31:05: und da gab ja gab Es zwei hinweise nämlich logopädie und ergotherapie.
00:31:09: Und heute ist eine unglaublich glückliche und sehr erfolgreiche ergotherapäute die hat sich tatsächlich ergoogle Und ich glaube, das können wir tatsächlich nutzen.
00:31:19: Oder vielleicht mit guten Freunden reden und die mal fragen was siehst du denn noch in mir?
00:31:24: Ja!
00:31:25: Was siehst Du denn noch an mir?
00:31:26: ist auch nochmal eine gute Frage.
00:31:27: es kostet ein bisschen Mut aber das ist auf jeden Fall noch besser als Schädgipit zu fragen.
00:31:35: Ja, und
00:31:38: vielleicht auch nochmal der Hinweis überlegen was hast du als Kind gemacht?
00:31:42: Also das kann ich auch wirklich allen Eltern raten wirklich mal zuschauen Wenn du da dein Kind, deinen Sohn und deine Tochter beobachtest.
00:31:53: Und ich frage es, wo geht das denn mal hin?
00:31:56: Diese Frage was willst du denn später mal werden?
00:31:58: die ist ja eigentlich sich obsolet weil... Was sollen die Kinder da antworten?
00:32:01: Die können vielleicht sagen was sie in den nächsten drei Jahren machen aber ob nach drei Jahren dieser Berufswunsch noch da ist, ist ja ist ja noch eine andere Frage Aber sich wirklich mal zu überlegen was haben die Kinder denn damals völlig ohne Filter denn einfach so gemacht und wo könnte diese Reise hingehen?
00:32:16: Ich glaube, das kann zu glücklicheren Menschen führen.
00:32:20: Meine Tochter, von der ich eben gesprochen habe, Ergotrapreutin hilft also Menschen.
00:32:23: Die hat als Dreijährige ... oder Zweijährige, da konnte ich gerade laufen.
00:32:29: Ist die schon auf dem Spielplatz mit Pflastern von Mutti zur Kind gelaufen und hat diese Kinder versorgt?
00:32:35: Hatte
00:32:35: das schon so ein Stinkt oder so ein Gefühl, dass man Leuten helfen kann?
00:32:40: Absolut!
00:32:41: Also sowas wahrzunehmen oder wahrzonehmen, dass da jemand ist der vielleicht darstellerisch wahnsinnig drauf ist und sich das mal anzugucken... Ich glaube, es gibt zu viele Ärzte die Kinder von Ärzten sind.
00:32:55: Es gibt zu viel Juristen, die Kinder der Juristen sind.
00:32:57: Die sind das dann geworden weil sie ... Weil ist nix anderes?
00:33:02: Hatten auch nichts anderes vor der Nase.
00:33:04: Vielleicht nicht was anderes noch geben könnte.
00:33:07: Genau, genau.
00:33:08: Das ist ja auch
00:33:08: so ein Problem wenn du jetzt Von der Schule kommst.
00:33:12: Du hast ja keine Ahnung weißt ja gar nicht was es alles gibt.
00:33:16: Richtig
00:33:17: Ja, und es wird ja immer schlimmer.
00:33:18: Also ich habe irgendwann mal gehört wie viele Studiengänge es mittlerweile in Deutschland gibt.
00:33:22: Das ist ja glaube ich sechsstellig also dass man da Irgendwann den Fahnen verliert und überhaupt nicht mehr weiß in welche Richtung das gehen soll.
00:33:30: aber das ist Es entspringt natürlich dem Gedanken was will Ich denn studieren?
00:33:35: aus meiner Sicht die komplett falsche Frage
00:33:37: total
00:33:38: also Was bewegt dein Herz
00:33:40: würde ich fragen.
00:33:42: Da kann man ja mal gucken, ob da überhaupt ein Studium für notwendig ist.
00:33:46: Vielleicht ist es ja auch eine Ausbildung oder das ist ein Praktikum... Ich habe einen Freund, der... Das ist auch ein gutes Beispiel dafür, er wollte eigentlich Schauspieler werden, ist dann irgendwann nach Kanada gegangen um so Schuleraustausch und ist dann dazu geholt zu ich glaube zur MST International gekommen also so'n NGO Hat dort seine Wege gemacht, hat dann studiert und arabisch gelernt.
00:34:10: Und hat sich irgendwann beworben auf eine Stellenanzeige der UNO... ...und nichts in dieser Stellenanzige hat zu ihm gepasst!
00:34:22: Also der Anforderung, die da stand.
00:34:23: Nichts.
00:34:24: aber er fand diesen Job wahnsinnig interessant natürlich auch die Orte wo man da arbeitet nämlich Genf und in New York.
00:34:31: Ja
00:34:31: und er hat den Job trotzdem bekommen und zwar nur deshalb weil er eine Dokumentation, eine Filmdokumentation gemacht hat.
00:34:40: In der er mit dem Fahrrad über die Flüchtlingsroute gefahren ist und sich von einem Kameramann begleiten lassen aus Eigeninitiative.
00:34:49: Also es ging nicht um ein Studium, es ging nichts um ein besonderes Wissen oder um Sprachen sondern es ging einzig und allein darum da ist einen Mensch der scheinbar hochgradig interessiert ist an diesem Thema in diesem Fall Flüchtlinge.
00:35:05: Und dann hat die Uni in New York gesagt, du bist es.
00:35:08: Ja das ist auch so wenn man selber Vorstellungsgespräche macht natürlich das Tollste wenn dass Leute sind die die so einen Feuer haben und Bock haben Das ist unheimlich viel wert und das überzeugt dann halt auch einfach.
00:35:21: Genau muss man sich natürlich auch erst trauen.
00:35:26: Also dein Freund musste sich das dann auch trauen.
00:35:29: Dann haben vielleicht auch manche sagt ja ist doch quatscht, du entsprichst gar nicht den Kriterien.
00:35:33: Er hat aber gesagt ne ich mach's trotzdem.
00:35:36: Ja absolut!
00:35:36: Das hat sich dann gelohnt.
00:35:37: Also
00:35:38: dass man
00:35:38: einfach auch mal ein bisschen stur sein darf?
00:35:40: Ja es kommt wieder dieser Satz von dem ich glaube das da was dran ist und vielleicht ist das auch eine gewisse Sturheit die ich mir trage.
00:35:47: also... Was soll mir denn passieren?
00:35:50: Also was soll der schlimmsten fast bekommst du eine Absage
00:35:54: so
00:35:55: Wenn du gar nichts machst, kriegst du eh eine Absage.
00:35:57: Weil dann wird's nix werden!
00:35:59: Also es gibt auch immer diese eine Chance und die kann man doch nutzen.
00:36:02: Ja das finde ich einen tollen Schlusssatz.
00:36:05: was soll mir schon passieren?
00:36:07: Let´s try it.
00:36:09: Mach´s und leg los
00:36:11: Genau.
00:36:12: Vielen Dank Gerrit für das tolle Gespräch hat
00:36:15: Spaß gemacht.
00:36:16: danke dir
00:36:21: Das war unser Talk mit Gerrit Danz.
00:36:25: ja unsere Monday Takeaway ist eigentlich ganz einfach.
00:36:28: Wir müssen uns daran gewöhnen, dass wir uns regelmäßig neu erfinden müssen und das ist gar nicht schlimm.
00:36:34: Sondern macht Spaß und bietet fantastische neue Möglichkeiten wenn man es richtig macht.
00:36:40: Und jetzt unsere Weekly Challenge.
00:36:44: was hast du denn als Kind gerne gemacht oder besonders gut gemacht?
00:36:47: Da nochmal nachforschen und schauen kommt das denn heute noch vor?
00:36:52: macht das immer noch Spaß oder wie kann man das denn weiter machen und ausbauen?
00:36:58: Und zweitens, wenn es so einen Traum gibt dann visualisier den mal ganz konkret.
00:37:03: Baut ihr deinen Buchcover, dein Plattencover oder deine Visitenkarte?
00:37:09: Ganz vielen Dank fürs Zuhören!
00:37:11: Vielen dank an unser tolles Team.
00:37:14: Hier war Make My Monday der Kreativ Podcast.
00:37:17: jede Woche neue Inspiration Liked uns, kommentiert uns und wir freuen uns Wenn ihr nächste Woche wieder da seid, wenn das heißt Make my Monday.
00:37:27: Wir haben jetzt einen guten Start in die neue Woche.
00:37:30: Wünscht euch Christopher, ciao ciao!
Neuer Kommentar